Fahren bei Regen, Nebel und Dunkelheit: So bleibst du sicher
Regen auf der Windschutzscheibe, spiegelnde Scheinwerfer und eine Nebelbank hinter der nächsten Kurve: Gerade im Herbst und Winter kann Autofahren anspruchsvoll werden. Für Fahranfänger sind solche Situationen oft ungewohnt. Mit guter Vorbereitung und einer angepassten Fahrweise behältst du den Überblick.
Ob in München, auf dem Weg nach Gauting oder auf einer Landstraße: Beim Fahren bei Regen, Nebel und Dunkelheit zählen gute Sicht, ausreichender Abstand und angepasstes Tempo.
Fahren bei Regen: Tempo reduzieren und Abstand vergrößern
Nasse Straßen können den Bremsweg verlängern. Gleichzeitig erschweren Spritzwasser und Regentropfen die Sicht. Reduziere deshalb frühzeitig deine Geschwindigkeit und vergrößere den Sicherheitsabstand. Bremse vorausschauend und vermeide abrupte Fahrmanöver.
Achte besonders auf Wasseransammlungen und gefüllte Spurrillen. Dort besteht die Gefahr von Aquaplaning: Die Reifen schwimmen auf einem Wasserfilm auf und verlieren den Kontakt zur Fahrbahn. Eine feste „sichere Geschwindigkeit“ gibt es dafür nicht.
Schwimmt dein Auto auf, nimm den Fuß vom Gas. Vermeide Bremsen und hektische Lenkbewegungen, bis die Reifen wieder greifen. Gute Reifen und passender Reifendruck verringern das Risiko. ABS und ESP können Aquaplaning nicht verhindern.
Behindert starker Regen die Sicht erheblich, musst du auch tagsüber das Abblendlicht einschalten.
Fahren bei Nebel: Sichtweite bestimmt Geschwindigkeit
Nebel kann Entfernungen verschleiern und die Sicht plötzlich stark einschränken. Fahre deshalb besonders aufmerksam und halte ausreichend Abstand. Orientiere dich an den Fahrbahnmarkierungen. Folge vorausfahrenden Autos nicht blind.
Bei weniger als 50 Metern Sicht durch Nebel, Regen oder Schneefall sind höchstens 50 km/h erlaubt. Erfordern die Verhältnisse ein niedrigeres Tempo, musst du noch langsamer fahren. Grundsätzlich muss dein Anhalteweg in die Strecke passen, die du überblicken kannst.
Auch die richtige Beleuchtung ist entscheidend:
Abblendlicht: Bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel auch tagsüber einschalten.
Nebelscheinwerfer: Bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall oder Regen erlaubt.
Nebelschlussleuchte: Nur bei Nebel und einer Sichtweite unter 50 Metern erlaubt. Wird die Sicht besser, schalte sie wieder aus.
Verzichte im Nebel auf Fernlicht: Das zurückgestreute Licht kann deine Sicht verschlechtern. Verlasse dich außerdem nicht allein auf die Lichtautomatik. Sie erkennt Nebel nicht immer; Tagfahrlicht reicht bei erheblicher Sichtbehinderung nicht aus.
Fahren bei Dunkelheit: Gefahren früh erkennen
Nachts sind Menschen, Hindernisse und Straßenverläufe schwerer zu erkennen. Besonders an Übergängen, Kreuzungen und schlecht beleuchteten Straßenabschnitten solltest du aufmerksam nach Fußgängern und Radfahrern schauen. Passe deine Geschwindigkeit so an, dass du innerhalb der erkennbaren Strecke anhalten kannst.
Saubere Scheiben helfen gegen störende Lichtreflexe. Reinige die Windschutzscheibe innen und außen sowie Spiegel und gegebenenfalls deine Brille. Blendet dich ein entgegenkommendes Fahrzeug, schaue nicht direkt in seine Scheinwerfer. Richte den Blick auf deine Fahrbahn oder den rechten Fahrbahnrand und behalte das Verkehrsgeschehen im Auge.
Fernlicht verbessert auf dunklen Strecken die Sicht, darf aber niemanden blenden. Blende bei Gegenverkehr oder dicht vorausfahrenden Fahrzeugen rechtzeitig ab. Auf durchgehend ausreichend beleuchteten Straßen ist Fernlicht nicht erlaubt.
Plane Pausen ein. Bei Müdigkeit oder nachlassender Konzentration suche einen geeigneten Parkplatz auf.
Dein kurzer Fahrzeugcheck vor der Fahrt
Bereite dein Fahrzeug auf schlechtes Wetter vor:
Prüfe, ob Scheinwerfer, Rückleuchten und Blinker funktionieren.
Reinige Scheiben, Spiegel und Leuchten.
Kontrolliere Scheibenwischer und den Vorrat an Scheibenwaschmittel.
Prüfe Reifenprofil und Reifendruck nach den Vorgaben deines Fahrzeugs.
Mache dich vor dem Losfahren mit Lichtschalter und Scheibenbelüftung vertraut.
Beschlagene Scheiben müssen frei sein, bevor du losfährst. Nutze dafür die vorgesehenen Einstellungen von Lüftung, Heizung und gegebenenfalls Klimaanlage.
Sicher fahren lernen in München und Gauting
Im Münchner Stadtverkehr verlangen Ampeln, abbiegende Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger deine Aufmerksamkeit. Auf dunklen Landstraßen sind der Straßenverlauf und die passende Geschwindigkeit besonders wichtig.
Du fühlst dich bei Regen oder Nachtfahrten noch unsicher? Sprich das in deiner nächsten Fahrstunde an. Gemeinsam mit deinem Fahrlehrer kannst du an Blickführung, Abstand und Fahrzeugbedienung arbeiten und offene Fragen klären.
Die Fahrschule Günebakan in München-Laim und Gauting begleitet dich auf dem Weg zum Führerschein. Nimm jetzt Kontakt auf und erfahre mehr über deine Ausbildung.
Häufige Fragen zum Fahren bei schlechtem Wetter
Darf ich bei starkem Regen die Nebelschlussleuchte einschalten?
Nein. Sie ist ausschließlich bei Nebel mit weniger als 50 Metern Sicht erlaubt. Bei erheblicher Sichtbehinderung durch Regen sind dagegen Nebelscheinwerfer zulässig.
Reicht Tagfahrlicht bei Nebel aus?
Bei erheblicher Sichtbehinderung reicht es nicht. Schalte das Abblendlicht bewusst ein und kontrolliere die Beleuchtung, statt dich allein auf die Automatik zu verlassen.
Muss ich bei Regen immer 50 km/h fahren?
Nein. Die Grenze von höchstens 50 km/h gilt, wenn die Sichtweite durch Regen, Nebel oder Schneefall unter 50 Meter fällt. Dein Tempo muss aber immer zu den tatsächlichen Bedingungen passen.